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| 30.03.2021 | 14:14

Ausländeranteil an deutschen Kindergärten und Grundschulen steigt weiter an

Die Süd-Tiroler Freiheit hat auch in diesem Jahr den Ausländeranteil an Süd-Tirols deutschen Kindergärten und Grundschulen ausgewertet. Eine entsprechende Anfrage im Landtag lieferte der Bewegung die Ergebnisse. Auch in diesem Schuljahr ist der Anteil an Ausländern an den deutschen Kindergärten und Grundschulen gestiegen. Insgesamt 11,32 Prozent der Kinder in den besagten Bildungseinrichtungen stammen aus dem Ausland. Im vorherigen Schuljahr 2019/20 waren es 11,01 Prozent. Im Schuljahr 2014/2015 lag der Ausländeranteil noch bei 7,39 Prozent.

L.-Abg. Myriam Atz Tammerle & L.-Abg. Sven Knoll, Süd-Tiroler FreiheitZoomansichtL.-Abg. Myriam Atz Tammerle & L.-Abg. Sven Knoll, Süd-Tiroler Freiheit

Mehr Ausländer als Einheimische.

Auch in diesem Schuljahr gibt es Kindergärten und Grundschulen, in denen der Anteil an Ausländern höher als jener der Einheimischen ist. Dazu zählen die Grundschulen Franzensfeste und Blumau sowie die Kindergärten Waidbruck, Meran/Fröhlich und Bozen/Weggensteinstraße.

Hoher Ausländeranteil.

Auch die Grundschule Waidbruck wird zu 50 Prozent von Ausländern besucht. Bei allen davon handelt es sich um Nicht-EU-Bürger. In insgesamt 29 Kindergärten und Grundschulen ist der Ausländeranteil höher als 30 Prozent.

Anteil von deutschen Kindern noch wesentlich niedriger.

In den zur Verfügung gestellten Zahlen von der Landesregierung wird lediglich zwischen italienischen Staatsbürgern, EU-Bürgern und Nicht-EU-Bürgern unterschieden, nicht aber zwischen Deutschen und Italienern. Deshalb ist davon auszugehen, dass der Anteil deutschsprachiger Süd-Tiroler an unseren Kindergärten und Grundschulen noch wesentlich niedriger ist, zumal auch immer mehr Italiener ihre Kinder in den deutschen Bildungseinrichtungen einschreiben.

Forderungen der Süd-Tiroler Freiheit.

Die Süd-Tiroler Freiheit hat in den vergangenen Jahren immer wieder darauf hingewiesen, dass Kinder, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, besser aufgeteilt werden müssen. Wenn Kinder nicht ausreichend Deutsch können, leidet die Qualität des gesamten Unterrichts darunter – allen voran leiden die Kinder selbst. Außerdem sollten als Voraussetzung für die Einschreibung in eine deutsche Bildungseinrichtung Grundkenntnisse der deutschen Sprache vorgeschrieben werden. Nur so kann den Eltern der bestmögliche Unterricht für ihre Kinder garantiert werden.

Die Süd-Tiroler Freiheit fordert daher die Landesregierung erneut dazu auf, gezielte Maßnahmen zu setzen, um die Deutschkenntnisse vor der Einschreibung zu überprüfen und die Kinder besser aufzuteilen. Zusätzlich sollen jene Kinder, die überhaupt kein Deutsch können, in gesonderten Gruppen mit Sprachintensivprogrammen vorbereitet werden. Das österreichische Modell „Deutsch vor Schuleintritt“ könnte auch in Süd-Tirol umgesetzt werden.

Süd-Tiroler Freiheit – Landtagsklub.


(STF)