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SVP - Südtiroler Volkspartei | 16.05.2022 | 10:55

„Tourismus-Euro“ muss das Ziel bleiben

Mit Verwunderung blickt der SVP-Landtagsabgeordnete und Bauernvertreter Franz Locher auf die Kritik zum „Tourismus-Euro“ aus den eigenen Reihen. „Eine gepflegte Kulturlandschaft und auch Qualitätsprodukte sind wesentliche Grundlagen für eine Differenzierung des Südtiroler Tourismus in Europa,“ unterstreicht Locher.

Franz LocherZoomansichtFranz Locher

Deshalb müsse die Berglandwirtschaft schnell und unbürokratisch unterstützt werden – und da wäre der „Tourismus-Euro“ wohl die einfachste Lösung. Die Strategie der europäischen Landwirtschaft ist seit dem zweiten Weltkrieg so strukturiert, dass die Berglandwirtschaft kaum mehr einen Platz findet und nur Überlebenschancen hat, wenn deren Qualitätsprodukte verstärkt regional vermarktet werden. Neben der Produktion von Lebensmitteln geht es Locher aber vor allem um den Erhalt des ländlichen Kulturgutes in ökologisch sensiblen Berggebieten. „Gerade diese einzigartige Umgebung ist der Hauptanziehungspunkt für die vielen Touristen, die jedes Jahr ins Land kommen. Zudem fußen sämtliche Werbestrategien auf diese landschaftliche Einzigartigkeit. Schon allein deshalb hat der „Tourismus-Euro“ seine Berechtigung.“

 Keine Belastung für Wirtschaft und Tourismus

Die Teuerungswelle in den vergangenen Monaten hat die beschränkten Möglichkeiten der Umsatzsteigerung in der Berglandwirtschaft noch einmal unterstrichen, ein Zuerwerb sei nicht für alle möglich. „Den Bergbauern muss gelingen, von der Arbeit am Hof leben zu können. Nur damit haben sie auch die Voraussetzung, die Landschaft zu pflegen und qualitativ hochwertige Produkte zu produzieren, die nach kurzen Anfahrtswegen auf dem Tisch von Einheimischen und Gästen landen“, sagt Locher. Deshalb bleibe der „Tourismus-Euro“ das Ziel, auch weil dadurch weder die heimische Wirtschaft noch die Tourismustreibenden belastet werden.

 Mittel zur Erhaltung der Berglandwirtschaft

Locher nimmt die letzthin veröffentlichten Alternativvorschläge zur Unterstützung der Berglandwirtschaft zur Kenntnis, entgegnet aber: „Wieso kompliziert, wenn es einfach auch geht? Vermeiden wir monatelange Diskussionen um neue Strategien und verwenden Instrumente, die schnell greifen.“ Natur und Landschaft seien die Grundlage für die funktionierende Wirtschaftsstruktur, deren Erfolg Südtirol in den vergangenen Jahrzehnten zu seinem hohen Lebensstandard verholfen hat. Deshalb könne ein Euro pro Gast am Tag nicht zu viel sein, wenn damit die Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen der Berglandwirtschaft gesichert werden könnten.


(SVP)