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SVP - Südtiroler Volkspartei | 16.12.2021 | 15:04

Haushalt 2022 / Landtagsabgeordneter Manfred Vallazza: Landwirtschaft braucht wieder mehr Anerkennung

Im Landtag wird in diesen Tagen die Haushaltsdebatte geführt. Landtagsabgeordneter Manfred Vallazza hat das Wort ergriffen und zum Kapitel Landwirtschaft Stellung genommen.

Landtagsabgeordneter Manfred VallazzaZoomansichtLandtagsabgeordneter Manfred Vallazza

In seinen Ausführungen ist er zunächst auf den Stellenwert der Landwirtschaft sowohl in wirtschaftlicher als auch in geschichtlicher Hinsicht eingegangen. „Die Landwirtschaft durchdringt alle wirtschaftlichen Sektoren in Südtirol. Das ist eine Tatsache, die manchmal etwas vergessen wird. Aber die Landwirtschaft ist eine der ganz grundlegenden Säulen für eine starke Südtiroler Wirtschaft“, unterstreicht der Landtagsabgeordnete Manfred Vallazza.

Insbesondere die Landwirtschaft und der Tourismus prägen die allgemeine Wahrnehmung Südtirols. Dennoch prangert der Abgeordnete an, dass die Landwirtschaft in diesem Haushalt sekundär betrachtet und dem Tourismus untergeordnet werde. Die Landwirtschaft dürfe nicht wie ein Stiefkind des Tourismus behandelt werden.

Die Landwirtschaft sei mit massiven Problemen wie dem Höfesterben konfrontiert, das zunehmend ignoriert werde. Weiters mahnt er, dass ohne eines funktionierenden Landwirtschaftssektors und ohne Betreiben der höher gelegenen Höfe, dieses Bild des Landes für den Tourismus nicht langfristig aufrechterhalten werden kann.

„Mir geht es um die Anerkennung der fleißigen Bergbäuerinnen und Bergbauern, die Sommer wie Winter auf den Höfen schuften, um Qualitätsprodukte zu produzieren. Sie sorgen für die Pflege der Landschaft und besonders auch der Almwiesen, um perfekte Bilder für Werbematerialien zu liefern. Die Berglandwirtschaft muss deshalb mehr Anerkennung erhalten“, sagt der Abgeordnete und appelliert dafür insbesondere der Berglandwirtschaft wieder mehr Anerkennung und Aufmerksamkeit im positiven Sinne zu schenken, so wie dies vor einigen Jahren noch selbstverständlich war.  

Weiters fordert Vallazza die Landesregierung auf, Gelder für die Behirtung der Herdentiere auf dem Almen zum Schutz vor dem unliebsamen Wolf bereitzustellen. Schließlich seien Maßnahmen zum Schutz vor dem Wolf auf drei Ebenen: Land, Region und länderübergreifend mehrheitlich genehmigt worden.

Abschließend fordert Vallazza erneut die Wiedereinführung der Finanzierung von Außenmechanisierung. Diese sei wichtig einerseits zum Schutz der Bauern vor Unfällen durch moderne Gerätschaften und andererseits um überhaupt in der Lage zu sein, höhergelegene Höfe weiterhin bewirtschaften zu können und nicht zusperren zu müssen. Es fehlen zunehmend Arbeitskräfte auf den Höfen. Auch die Wiedereinführung der finanziellen Unterstützung für die Sanierung von Almgebäuden ist Vallazza ein Anliegen. Peripheren Gebieten soll mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Fehlende Durchführungsbestimmungen und Verordnungen zur Raumordnung das landwirtschaftliche Grün betreffend müssten schnellstens geschaffen werden, um die Zukunft der Berglandwirtschaft zu sichern.


(SVP)