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SVP - Südtiroler Volkspartei | 16.12.2021 | 12:18

Haushalt 2022 / Landtagsabgeordnete Jasmin Ladurner: „Jeder und jede trägt Verantwortung“

SVP-Landtagsabgeordnete Jasmin Ladurner nutzte die Generaldebatte zum Haushalt 2022 um einige grundsätzliche Themen anzusprechen. Der rote Faden in ihrer Rede bezog sich auf die Verantwortung jedes einzelnen in einer Gesellschaft und deren besonderer Bedeutung in den zwei dringendsten Krisen unserer Zeit, nämlich der Corona-Krise und der Klima-Krise. „In einer funktionierenden Gesellschaft muss jede und jeder Verantwortung übernehmen, für sich selbst, aber auch – und das vergessen leider manchmal einige – für die Gemeinschaft“, so Ladurner.

SVP-Landtagsabgeordnete Jasmin LadurnerZoomansichtSVP-Landtagsabgeordnete Jasmin Ladurner

Die Kluft in der heutigen Gesellschaft sei unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass viel zu viele Menschen versuchen sich ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft zu entziehen. Die so genannten Querdenker und Impfverweigerer seinen ein gutes Beispiel dafür. „Leute, die lieber an Zauber und Wundermittel, als an Wissenschaft glauben. Die Wissenschaftlerinnen misstrauen, dafür aber die grotesktesten Aussagen von You-Tube-Helden für bare Münze nehmen. Die Freiheit klatschen, diesen Begriff aber sehr egoistisch verwenden, da sie selbst keinen Beitrag zu dieser von allen und für alle zurückgewünschten Freiheit leisten. Denn Freiheit gibt es niemals zum Nulltarif, sie ist immer auch mit Verantwortung verbunden“, so Ladurner in ihrer Rede. Dabei seien natürlich auch die Betreiber von Social-Media-Kanälen in die Verantwortung zu nehmen, die Halbwahrheiten, Desinformation, Verschwörungstheorien und Aufrufe zu Hass und Gewalt millionenfach verbreiten und damit auch die Demokratie gefährden.

Nicht zuletzt verweist Ladurner auch auf die besonders Betroffenen dieser Krise, nämlich Kinder, Jugendliche und Frauen. „Krisen verstärken alle existierenden Ungleichheiten. Frauen und Mädchen zählen in allen Gesellschaften zu benachteiligten Gruppen und sind aus diesem Grund von der Pandemie und ihren Folgen besonders hart betroffen. Zudem verzichtet eine ganze Generation in der Pandemie auf einen Teil ihrer Jugend. Das Loch, welches Social Distancing in das Leben von jungen Menschen reißt, ist existenziell, weil sie viele Dinge später womöglich nicht mehr nachholen können“, führt Ladurner aus. Dabei sei es gerade die Jugend, die auch von der zweiten großen Krise besonders betroffen sein werde: “Die Pandemie ist derzeit allgegenwärtig, aber sie wird vorbeigehen. Die Klimakrise hingegen wird nicht so schnell vorüber sein. Die Erde hat Fieber – nicht 38 Grad, sondern 42 Grad.“ Auch in der Klimakrise gelte, jeder Einzelne müsse Verantwortung übernehmen und seinen Beitrag zur Bewältigung leisten.

„Die beiden Krisen haben noch etwas gemeinsam. Die Politik muss sich auf die Wissenschaft und Fakten stützen. Genauso, wie wir bei Maßnahmen für den Klimaschutz uns auf die Wissenschaft berufen müssen, kann die Politik auch in der Pandemie nur der Wissenschaft folgen. Die Impfung schützt. Das ist Fakt. Genauso Fakt, wie 2 plus 2 gleich 4 ist und die Erde eine Kugel und keine Scheibe. Und ich bin wirklich grantig, dass wir heute mit der Impfung eine Lösung haben und doch noch so viele Menschen dieses Angebot nicht annehmen wollen. Weil sie Alternativen Fakten mehr Glauben schenken, als Virologinnen, Ärztinnen, Pflegerinnen und anderen Expertinnen, die sich ihr ganzes Berufsleben lang mit dieser Thematik befassen. Hier muss die Mehrheit vor der Minderheit geschützt werden“, bricht Ladurner zum Abschluss ihrer Ausführungen noch einmal eine Lanze für die Impfpflicht.


(SVP)