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| 25.01.2019 | 10:28

Multikulti in Kindergärten: Atz Tammerle kontert Kindergärtnerin

Angesichts der aktuellen Debatte zum Spracherwerb von Kindern nicht-deutscher Muttersprache in den deutschen Kindergärten, sehen sich die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll und Myriam Atz Tammerle, erneut bestätigt.

Myriam Atz Tammerle, Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit.ZoomansichtMyriam Atz Tammerle, Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit.

Nach Rücksprachen der Abgeordneten Atz Tammerle mit zahlreichem Kindergartenpersonal steht fest: Deutschsprachige Kinder, aber auch deutsches Kindergartenpersonal, stünden vor Sprachbarrieren. Der Kommunikationsaustausch mit nicht-deutschsprachigen Kindern und den Eltern der Kinder sei häufig nahezu unmöglich, weshalb eigene Sprachförderungen und Aufnahmegespräche unabdingbar seien, schreibt die Süd-Tiroler Freiheit in einer Aussendung.

„Es haben sich bereits mehrere Eltern gemeldet, die bestätigen, dass im deutschen Kindergarten zunehmend Italienisch gesprochen wird“, zeigt Atz Tammerle auf und sagt, dass sich auch Eltern wünschen würden, dass im deutschen Kindergarten Deutsch im Mittelpunkt steht.

Zwar sei der Erwerb zusätzlicher Sprachen ein Mehrwert, jedoch sollten sich dies auch Eltern italienischer oder anderer Muttersprache, welche ihre Kinder in deutschen Bildungseinrichtungen einschreiben, für die deutsche Sprache zu Herzen nehmen.

Kritik kam von Cornelia Brugger. In einer Aussendung schreibt sie, „dass die Kinder vor der Einschreibung oft noch nicht einmal das zweite Lebensjahr erreicht haben und somit Sprachkenntnisse auch in der Muttersprache schwierig festzustellen sind.“

Die Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit kontert: „Wenn auch Kinder mit zwei Jahren noch über keinen eigenen Wortschatz verfügen, verstehen sie sehr wohl, was ihnen in ihrer Muttersprache gesagt wird. Auch im Aufnahmegespräche mit den Eltern ist bereits ersichtlich, welche Sprache mit dem Kind gesprochen wird. Das müsste einer Kindergärtnerin wie Frau Brugger eigentlich klar sein.“

Auch ist Brugger der Meinung, dass „ohne fachliche Ausbildung, die der multikulturellen und multilingualen Kindergartenrealität Rechnung trägt“, wir auf verlorenem Posten seien.

Für Atz Tammerle sorgt diese Aussage für Schmunzeln. Sie stellt die Frage: „Also sollte künftig in deutschen Kindergärten nur mehr Personal angestellt werden, welches neben Deutsch und Italienisch auch Arabisch, Urdu, Chinesisch und Afrikanisch beherrscht?“

Landtagsfraktion der Süd-Tiroler Freiheit.


(STF)