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| 12.02.2021 | 15:15

Psychische Belastung für Menschen mit Behinderungen in der Corona Pandemie nimmt zu

Südtiroler Monitoringausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen fordert Unterstützungsangebote. Morandini: "Gerade jetzt ist es für die Betroffenen besonders wichtig, Hilfe und Unterstützung zu erhalten, die sie sowohl psychisch als auch in ihrem sozialem Leben stützt.“

Der Monitoringausschuss in Videokonferenz (Foto: Monitoringausschuss für Behindertenrechte)ZoomansichtDer Monitoringausschuss in Videokonferenz (Foto: Monitoringausschuss für Behindertenrechte)

Am 10.Februar traf der Südtiroler Monitoringausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen zur ersten internen Sitzung im neuen Arbeitsjahr zusammen. Thema der Sitzung waren einmal mehr die Corona Pandemie mit ihren Auswirkungen auf Menschen mit Behinderungen, das Jahresthema Psycho-soziale Unterstützung für Menschen mit Behinderungen, sowie die Themen Forschung im Bereich Inklusion und Gewalt an Menschen mit Behinderungen.

An der barrierefreien Sitzung nahmen die Vorsitzende Michela Morandini, die Mitglieder Dorothea Passler, Marion Hartmann, Renate Heissl, Heidi Ulm, Eva Rabanser, Silvia Rabanser, Antonio Endrizzi und Benedikt Gasser sowie zwei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle teil.

Einmal mehr berichteten die Mitglieder von der schwierigen Situation, in der sich Betroffene aufgrund der Corona-Pandemie aktuell befinden. Betont wurde vor allem die hohe psychische Belastung, der Menschen mit Behinderungen derzeit ausgesetzt sind. „Der Druck auf die Betroffenen und ihre Familien nimmt zu“, so die Vorsitzende Morandini. Die täglichen Schwierigkeiten, ausgelöst z. B. durch schwer zugängliche Informationen und psychologische, soziale und pflegerische Unterstützungsmöglichkeiten, Schwierigkeiten finanzieller Natur, führen bei vielen Betroffenen zu Angstzuständen, Verzweiflung, Unsicherheit, Nervosität, Stress und Zukunftsängsten.

„Für viele Menschen mit Behinderungen stellt die Corona-Pandemie eine große psychische Belastung dar, die sie in ihrer Autonomie stark einschränkt und auch zu einer Isolation führen kann. Um dem entgegenzuwirken ist es gerade jetzt besonders wichtig, Hilfe und Unterstützung zu erhalten, die sie sowohl psychisch als auch in ihrem sozialem Leben stützt“, erklärt die Vorsitzende des Südtiroler Monitoringausschusses Michela Morandini. „Als Monitoringausschuss ist uns dieses Thema ein wichtiges Anliegen, weshalb wir die psycho-soziale Unterstützung für Menschen mit Behinderungen heuer als Jahresthema behandeln werden“, so Morandini.

Zum Einstieg in das heurige Jahresthema wurde ein Interview mit der Expertin im Bereich Supervision, Coaching und Organisationsentwicklung Renate Ausserbrunner gezeigt, in dem der Begriff psycho-soziale Unterstützung definiert und ein kurzer Überblick über die aktuelle Situation in Südtirol gegeben wurde.

Themen der Sitzung waren weiter die Forschung im Bereich Inklusion und die Gewalt an Menschen mit Behinderungen. Zu beiden Themen werden die Mitglieder heuer in internen Arbeitsgruppen arbeiten.

Im Rahmen der Sitzung nahm auch die Selbstvertreterin Silvia Rabanser als neues Mitglied im Südtiroler Monitoringausschuss ihre Tätigkeit auf. Sie wird sich künftig gemeinsam mit der Selbstvertreterin Heidi Ulm für die Anliegen von Menschen mit Bewegungseinschränkungen einsetzen.


(AM)