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SÜD-TIROLER FREIHEIT | 24.01.2020 | 09:51

Problem ungelöst: Weiterhin Kindergärten und Grundschulen mit mehr Ausländern als Einheimischen.

Drei deutsche Kindergärten und drei deutsche Grundschulen mit mehr Ausländern als Einheimischen: Das ist die bittere Realität in Süd-Tirol. Doch es dürfte noch schlimmer sein. Denn in den zur Verfügung gestellten Zahlen wird nur zwischen italienischen Staatsbürgern, EU-Bürgern und Nicht-EU-Bürgern unterschieden, nicht aber zwischen Deutschen und Italienern. Deshalb ist davon auszugehen, dass der Anteil deutschsprachiger Süd-Tiroler an unseren Kindergärten und Schulen noch wesentlich niedriger ist, zumal auch immer mehr Italiener ihre Kinder in den deutschen Bildungseinrichtungen einschreiben.

Myriam Atz Tammerle & Sven Knoll, Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit.ZoomansichtMyriam Atz Tammerle & Sven Knoll, Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit.

In folgenden Kindergärten und Grundschulen ist der Ausländeranteil im heurigen Schuljahr 2019/2020 höher als der der Einheimischen: Kindergarten Meran/Fröbel, Kindergarten Meran/Fröhlich, Kindergarten Bozen/Weggensteinstraße, Grundschule Franzensfeste, Grundschule Blumau und Grundschule Waidbruck.

Besonders besorgniserregend ist der Fall in der Grundschule Franzensfeste: Von den insgesamt 34 eingeschriebenen Schülern sind 25 Ausländer. Lediglich neun Süd-Tiroler besuchen die Grundschule in Franzensfeste.

Auch eklatant ist der Fall im deutschen Kindergarten Meran/Fröbel: Auch dort ist der Ausländeranteil höher als der der Einheimischen. Von den insgesamt 18 eingeschriebenen Kindern kommen elf Kinder aus Nicht-EU-Staaten.

Die Entwicklung der Grundschule Meran Schweitzer ist besonders erschreckend: Dort gab es im Schuljahr 2014/2015 20 Schüler aus Nicht-EU-Staaten. Heute sind es stolze 57 – also fast das Dreifache!

2014/2015 lag der Ausländeranteil an unseren Kindergärten und Grundschulen noch bei 7,39 Prozent. Heute, also im Schuljahr 2019/2020, liegt er bei 11,01 Prozent.

Angesichts dieser besorgniserregenden Zahlen offenbart sich der dringende Handlungsbedarf. Alle Ankündigungen der Landesregierung wurden bisher entweder nicht umgesetzt, oder blieben wirkungslos.

Die Süd-Tiroler Freiheit erachtet es für notwendig, nicht-deutschsprachige Kinder besser aufzuteilen und zusätzlich sicherzustellen, dass Grundkenntnisse der deutschen Sprache als Voraussetzung für die Einschreibung in eine deutsche Bildungseinrichtung festgeschrieben werden müssen.

Eltern weisen die Süd-Tiroler Freiheit immer wieder darauf hin, dass es Kinder in Kindergärten und Grundschulen gibt, die nicht ausreichend bis gar kein Deutsch können. Diese Kinder können dem Unterricht meist nicht folgen, weil sie nicht alles verstehen. Kurzum: Der ganze Unterricht leidet darunter, wenn Kinder nicht ausreichend Deutsch können – allen voran die Kinder selbst.

Die Süd-Tiroler Freiheit fordert daher gezielte Maßnahmen, um die Deutschkenntnisse vor der Einschreibung zu überprüfen. Sollten Kinder überhaupt kein Deutsch können, müssen diese in gesonderten Gruppen mit Sprachintensivprogrammen vorbereitet werden. Als Beispiel sei hier das österreichische Modell „Deutsch vor Schuleintritt“ genannt.

Süd-Tiroler Freiheit – Landtagsklub.


(STF)