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SÜD-TIROLER FREIHEIT | 04.07.2019 | 09:29

Tourismus: Albtraum Fachkräftemangel.

Während das Bundesland Tirol ein Projekt startet, um dem Fachkräftemangel im Tourismus entgegenzuwirken, verharrt die Landesregierung hierzulande immer noch im politischen Koma, kritisiert die Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz Tammerle.

Myriam Atz Tammerle, Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit.ZoomansichtMyriam Atz Tammerle, Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit.

Ganz Tirol leidet derzeit in vielen Branchen unter einem starken Fachkräftemangel. In Süd-Tirol hat man vor drei Jahren damit begonnen, Mitarbeiter für das Gastgewerbe aus Neapel anzuwerben. Doch die großen sprachlichen und fachlichen Probleme haben nicht zum gewünschten Erfolg geführt.

In Nord- und Ost-Tirol hingegen wird ab kommenden Herbst eine neue Initiative der Wirtschaftskammer gegen den Fachkräftemangel im Tourismus gestartet. Eine verkürzte Ausbildung – 18 Monate, jedoch mit vollem Gehalt. Die Ausbildungskosten deckt das Land über den Tourismusförderungsfonds gemeinsam mit den Fachgruppen Gastronomie und Hotellerie. Diese Initiative soll junge Menschen ab 18 Jahren ansprechen – im Besonderen Schulabbrecher oder junge Erwachsene, die eine andere Ausbildung beginnen wollen.

Atz Tammerle wünscht sich ähnliche Maßnahmen auch für Süd-Tirol, zumal sie bereits 2017 entsprechende Schritte in einem Antrag vorgeschlagen hat. Dieser Antrag wurde vom Süd-Tiroler Landtag angenommen, doch bis dato hat die Landesregierung nichts getan - anders als im Bundesland Tirol. Einmal mehr muss die Landtagsabgeordnete feststellen: „Während die Landesregierung schläft, müssen sich Unternehmer und Tourismustreibende mit dem Albtraum des zunehmenden Fachkräftemangels auseinandersetzen!“

L.-Abg. Myriam Atz Tammerle,
Süd-Tiroler Freiheit.


(STF)