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SVP - Südtiroler Volkspartei | 11.12.2019 | 09:31

Skifahren bei einsetzender Dunkelheit ist gefährlich

Besonders um die Wintersonnenwende stellt die früh eintretende Dunkelheit eine Gefahr für Skifahrer dar. Der SVP- Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler hat deshalb eine Anfrage im Landtag eingereicht.

L.Abg. Helmuth RenzlerZoomansichtL.Abg. Helmuth Renzler

Vorgestern hat sich in der Abenddämmerung erneut ein schwerer Skiunfall ereignet. Im Gadertal ist ein Skifahrer gegen 17:00 Uhr mit einem Pistenfahrzeug kollidiert, das bereits begonnen hatte, die Piste zu präparieren.

„Viele unserer Aufstiegsanlagen sind auch in den kürzesten Tagen des Jahres bis 16:30 Uhr in Betrieb. Bei einer Bergfahrt um diese Uhrzeit kann die anschließende Talabfahrt schnell zu einem Sicherheitsrisiko werden, weil es plötzlich dunkel ist“, sagt Helmuth Renzler, der sich deshalb mit seiner Anfrage über die effektiven Öffnungszeiten der Aufstiegsanlagen und Pisten sowie über die Anzahl der Unfälle informiert.

Öffnung und Schließung bestimmt Betreiber

Laut aktuellem Landesgesetz obliegt es dem Betreiber des Skigebietes, die Zeiten der Öffnung und Schließung der Pisten zu bestimmen. Allerdings ist im Zeitraum von Anfang Dezember bis Mitte Januar auch zu berücksichtigen, dass die Sonne schnell untergeht und es früh finster wird.

„Es muss den Skifahrern genügend Zeit gegeben werden, um mit der letzten Gondel noch die Bergstation zu erreichen und anschließend sicher ins Tal zu kommen. Insbesondere dort, wo die Pistenfahrzeuge direkt nach der Schließung mit der Präparierung beginnen, muss das Zeitfenster zwischen letzter Bergfahrt und der Abfahrt ins Tal genügend groß sein“, sagt Renzler.

Skifahren am Abend möglich, aber Sicherheit geht vor

Es gibt zahlreiche Skigebiete, die ihre Pisten an einem oder mehreren Abenden in der Woche für Skitourengeher und Abendwanderer geöffnet halten. Andere Skigebiete wiederum bieten das Nachtskifahren an und leuchten die Pisten dementsprechend mit Flutlichtern aus. An solchen Abenden garantieren die Betreiber freie Pisten und man findet keine Pistenfahrzeuge vor, die eine Gefahr darstellen können.

„Es ist wichtig, dass sich jedes Skigebiet individuell entwickelt und auf lokale Bedürfnisse reagiert. Wenn eine Nachfrage nach abendlichem Skifahren existiert, dann soll das auch ermöglicht werden. Allerdings darf erst dann mit der Pistenpräparierung begonnen werden, nachdem alle Pistenbenutzer sicher ins Tal gelangt sind. Die Skifahrer wiederum sind verantwortlich, das Tal innerhalb der vorgeschriebenen Pistenöffnungszeiten zu erreichen, und zwar selbstverständlich mit ausreichender Beleuchtung“, appelliert Helmuth Renzler an alle Beteiligten.


(SVP)