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SÜD-TIROLER FREIHEIT | 15.10.2019 | 09:50

Von Rom nicht einschüchtern lassen: Sag niemals Alto Adige!

Die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz-Tammerle und Sven Knoll, bezeichnen die italienweite Polemik wegen der Ersetzung des faschistischen Begriffs „Alto Adige“ durch die offizielle italienische Landesbezeichnung „Provincia di Bolzano“ (im Europagesetz des Landtages) als Ausdruck eines verabscheuenswürdigen Nationalismus und fordern die SVP auf, sich nicht von den Drohgebärden aus Rom einschüchtern zu lassen, sondern den faschistischen Begriff Alto Adige einfach nicht mehr zu verwenden.

Sven Knoll und Myriam Atz Tammerle, Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler FreiheitZoomansichtSven Knoll und Myriam Atz Tammerle, Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit

Die nun entbrannte Polemik ist völlig unbegründet, da es die Ersetzung des Begriffs „Alto Adige“ in den letzten Jahren in Gesetzen des Landtages immer wieder gegeben hat, ohne dass dies je beanstandet worden wäre. Es geht zudem ja auch nicht darum, den italienischen Landesnamen zu streichen, sondern nur darum, den rechtlich korrekten italienischen Landesnamen für Süd-Tirol in Gesetzestexten zu verwenden. Dieser lautet nicht „Alto Adige“, sondern „Provincia di Bolzano“. Der Begriff Alto Adige existiert rechtlich nur für die Institution der Region „Trentino-Alto Adige“ nicht aber für das Land Süd-Tirol, das in italienischer Sprache offiziell nur „Provincia di Bolzano“ heißt. Ein Blick auf die Fassade des Landtages genügt, um dies zu beweisen, denn auch der Landtag heißt auf Italienisch nicht „Consiglio dell' Alto Adige“, sondern „Consiglio provinciale di Bolzano“.

Bereits in der Sitzung des ersten Gesetzgebungsausschusses, wo das Europagesetz vorab behandelt wurde, brannten beim Abgeordneten Urzì die Sicherungen durch und er äußerte gegenüber der Landtagsabgeordneten Myriam Atz-Tammerle respektlose Beleidigungen. Ein solcher Nationalismus, wie ihn Süd-Tirol derzeit zu spüren bekommt, führt zu einer Spaltung der Gesellschaft. Dass Italien nicht bereit ist, dem Faschismus endlich ein Ende zu setzen, ist damit zum wiederholten Male offenkundig geworden.

Nimmt man den Nationalismus aus der Diskussion heraus, geht es letztlich nur um eine rechtliche und technische Sprachregelung, weshalb die Süd-Tiroler Freiheit vorschlägt, im Landtag eine Übereinkunft zu treffen, welche die Verwendung der Landesbezeichnungen klar regelt.

Keinesfalls darf sich Süd-Tirol aber von Rom zwingen lassen, den faschistischen Begriff Alto Adige zu verwenden, weshalb die Süd-Tiroler Freiheit die Politik und die Bevölkerung dazu aufruft, den faschistischen Begriff Alto Adige einfach nicht mehr zu benutzen und stattdessen in italienischer Sprache die korrekte Landesbezeichnung „Provincia di Bolzano“ oder die Kurzform „Sudtirolo“ zu verwenden.

SAG NIEMALS ALTO ADIGE!

L.-Abg. Myriam Atz-Tammerle,
L.-Abg. Sven Knoll,
Süd-Tiroler Freiheit.


(STF)