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Antrittsrede
Antrittsrede des Präsidenten Dieter Steger
bei der konstituierenden Sitzung des Landtages am 18. November 2008
Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,
ich bedanke mich herzlich für das Vertrauen, das Sie mir entgegengebracht haben. Dieses Ihr Vertrauen ist für mich Auftrag und Ansporn zugleich, mich dafür einzusetzen, dass trotz aller politischen Meinungsunterschiede, Fairness, gegenseitiger Respekt und menschliches Miteinander die Tätigkeit dieses Landtages prägen werden.
Signore consigliere, signori consiglieri,
ringrazio di cuore tutti coloro che mi hanno dato la fiducia e mi rivolgo anche a tutti gli altri Consiglieri: il mio impegno sarà dedicato all'assolvimento di questo altissimo incarico istituzionale con la massima imparzialità e con la ferma volontà, di rispettare e di tenere conto delle esigenze di tutti i gruppi linguistici.
Stima Assesseur y Rappresentant Ladin Dutor Florian Mussner.
Ie ulessi m-permeter a la mendranza ladina che te mi presidenza ulessi vester tlo per dutsch trei i grups etnics y particularmenter per la mendranza ladina che ie la mendra ma la plu vedla.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Für mich ist und wird auch weiterhin der Landtag jener Ort sein, in dem politische Auseinandersetzung stattfindet mit dem Ziel, die Verwaltung des Landes im Interesse der Bürgerinnen und Bürger weiter zu entwickeln und den modernen Erfordernissen gerecht zu werden.
Trotz aller Meinungsverschiedenheiten, die wir haben werden, sollte die Diskussion engagiert und sachorientiert bleiben, denn die Wählerinnen und Wähler erwarten das von uns! Sie erwarten sich von uns die Lösung von relevanten Problemen und die Auseinandersetzung mit Themen, die unsere gemeinsame Zukunft bestimmen werden. Dies im Dialog und in konstruktiver Zusammenarbeit. Und der Landtag soll auch Partner der Südtiroler Gemeinden sein und ihre Anliegen hören, denn sie haben wohl am ehesten das Ohr am Bürger, an den sozialen Gruppierungen und am Ehrenamt, die Basis unserer Südtiroler Gesellschaft .
Wir stehen vor großen Umwälzungen. Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise, die demographische Entwicklung, die Migrationsströme und die Klimaänderung, stellen auch Südtirol vor große Herausforderungen. Herausforderungen, für die es keine einfachen Antworten gibt und für die keine der hier vertretenen politischen Gruppierungen allein die Lösung bereit hält. Gerade deshalb ist der Wettbewerb der Ideen und der intensive Austausch von Sachkenntnissen in diesem Landtag von fundamentaler Bedeutung.
Diese Herausforderungen verlangen aber auch gleichzeitig eine Effizienz in der Lösungsfindung. Insofern wird es notwendig sein, die derzeitige Geschäftsordnung des Südtiroler Landtages den neuen Herausforderungen anzupassen. Dieses Ziel ist von uns allen gemeinsam anzustreben und ich werde diesen Prozess mit Nachdruck und Sensibilität begleiten.
Ein besonderes Anliegen ist mir die Festigung der Kooperation mit unseren benachbarten Regionen. Nur durch eine enge Zusammenarbeit mit ihnen wird es uns gelingen, weiterhin ein selbstbewusster Kultur-, ein erfolgreicher Wirtschafts- und ein gerechter Sozialraum im Herzen Europas zu bleiben.
Ich bitte Sie, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete, mitzuwirken, dass diese heute beginnende Gesetzgebungsperiode des Südtiroler Landtages ihren Beitrag dazu leisten wird, das Leben unserer Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu verbessern.
Ich, meinerseits, will mein Bestes dafür geben.
Bozen, den 18. November 2008