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Gleichstellungsrätin

Gleichstellungsrätin | 19.04.2018 | 10:48

Equal Pay Day 2018: Auch die Gleichstellungsrätin unterstützt die europaweite Initiative

Gleichstellungsrätin Morandini beteiligt sich an der Informationskampagne, die morgen an 20 Orten auf die Lohnlücke zwischen Mann und Frau aufmerksam macht.

Equal Pay Day 2018ZoomansichtEqual Pay Day 2018

Der Equal Pay Day wurde 2010 erstmals vom Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen nach Südtirol geholt. Dieser Tag weist auf die europaweit bestehende Lohndifferenz zwischen Frau und Mann hin. Laut aktuellen ASTAT Daten verdienen Frauen in Südtirol immer noch 17,2 weniger als ihre männlichen Kollegen. Ein niedriger Lohn bedeutet auch niedrigere Rentenbeiträge und folglich ein erhöhtes Risiko für Frauen, von Altersarmut betroffen zu sein. Laut Beobachtungsstelle des staatlichen Vorsorgeinstituts INPS haben Frauen durchschnittlich 689 € und Männer 1.356 € Altersrente monatlich zur Verfügung. 82 % der Frauen müssen mit weniger als 1.000 € monatlich auskommen und nur 3 % der Frauen haben mehr als 2.000 € zur Verfügung. Der heurige Equal Pay Day steht deshalb unter dem Motto Altersarmut.

Wie kann es aber sein, dass im Jahre 2018 Frauen europaweit bedeutend weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen? Expertinnen zufolge kann zwei Drittel der Lohnlücke damit erklärt werden, dass Frauen häufiger in Teilzeit und in geringer bezahlten Berufen arbeiten. Der Rest kann durch Diskriminierung erklärt werden.

Fakt ist: Frauen zahlen einen hohen Preis, nicht nur während ihrer aktiven Arbeitzeit, sondern auch im Alter. „Deshalb ist es wichtig, immer wieder auf diesen Missstand aufmerksam zu machen und Frauen anzuregen, sich frühzeitig zu informieren“, so Gleichstellungsrätin Michela Morandini. Am 20. April Vormittag werden insgesamt  60 Organisationen, darunter auch die Gleichstellungsrätin, an 20 Ständen in ganz Südtirol anwesend sein, um die  Bevölkerung zu informieren und Infomaterial zu verteilen.


(AM)