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Aktuelle Fragestunde

Die Aktuelle Fragestunde, welche 1993 in die Geschäftsordnung des Südtiroler Landtages aufgenommen wurde, geht auf den englischen Parlamentarismus zurück, weshalb sie auch als "question time" bekannt ist.
Die Geschäftsordnung sieht vor, dass während jeder Landtagssession (also einmal im Monat) eine 90-minütige aktuelle Fragestunde abgehalten wird, in der jeder/jede Abgeordnete das Recht hat, Anfragen an den Landeshauptmann/an die Landeshauptfrau und an die Mitglieder der Landesregierung  zu richten. Besagte Anfragen müssen spätestens zwei Arbeitstage vor der betreffenden Landtagssession eingebracht werden, kurz gefasst sein (das Landtagspräsidium hat als Obergrenze 15 maschinengeschriebene Zeilen festgelegt), sich auf die sachliche Fragestellung (Kommentare sind also zu vermeiden) und jeweils nur auf einen Sachverhalt beschränken, welcher mit der öffentlichen Funktion der Landesregierung in Zusammenhang steht.
Während der der aktuellen Fragestunde zu Beginn einer jeden Landtagssession vorbehaltenen Zeit (die Behandlung der Anfragen erfolgt in der Reihenfolge ihres Einlangens) verliest der Anfragesteller/die Anfragestellerin die Anfrage. Dem/Der Befragten stehen drei Minuten für die Beantwortung zu, dem Anfragesteller/der Anfragestellerin zwei Minuten für eine etwaige Replik. Anfragen, welche wegen Zeitmangels oder gerechtfertigter Abwesenheit des/der Befragten oder des Anfragestellers/der Anfragestellerin nicht behandelt werden können, müssen innerhalb fünf Tagen ab dem Sitzungstag schriftlich beantwortet werden.