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Meine Damen und Herren, liebe Abgeordnete!
Ich möchte einen Gruß an den Landtag richten und mich bei all jenen herzlich bedanken, die mich zum Präsidenten gewählt haben. Besonders danke ich Luisa Gnecchi, dass sie mich vorgeschlagen hat. Ihr habt mir eine große Verantwortung übertragen: ich werde mit allen Mitteln versuchen, mich deren würdig zu erweisen. Ich möchte auch all jenen danken, die mich nicht gewählt haben: ich habe eure Kritik zur Kenntnis genommen und werde sie bei der Ausübung meines Amtes berücksichtigen.
Ich danke Veronika Stirner Brantsch und Giorgio Holzmann für die Ausgewogenheit, mit der sie den Landtag in der ersten Hälfte der Legislaturperiode geleitet haben: ich werde versuchen, ihrem Beispiel zu folgen.
Jede und jeder von euch kann auf mich zählen. Als Präsident habe ich die feste Absicht, ein objektives und überparteiliches Verhalten an den Tag zu legen. Es wird meine Aufgabe sein, den Landtag aufzuwerten und sein Prestige als gesetzgebendes Organ und demokratische Vertretung zu stärken.
Die Grundlage unserer Institutionen und letztlich des Amtes, das ich nun bekleide, ist das Autonomiestatut, auf dem jegliche positive Entwicklung unseres Landes und seiner Bevölkerung aufbaut.
Das Statut hat den Frieden und das Zusammenleben sichergestellt, es hat allen die Wahrung ihrer kulturellen und sprachlichen Identität sowie das Recht auf eine unbeschwerte, freie und kreative Existenz ermöglicht.
Mit dem Statut hat jede und jeder die Verpflichtung übernommen, die andere und den anderen, ihre und seine Würde, ihre und seine Geschichte, anzuerkennen und zu respektieren und für immer auf jede Art von Bevormundung zu verzichten. Auf dieser Ausrichtung ist es möglich, den Dialog und die Begegnung aufzubauen in einem Südtirol - Alto Adige, das sich den europäischen Herausforderungen stellen kann.
Als Präsident werde ich für alle da sein. Für jeden Menschen, für jede Kultur, für jede Sprache in diesem Lande. Ich werde für alle da sein, auch für die zahlreichen neuen Bürgerinnen und Bürger, die aus aller Welt zu uns gekommen sind, auf der Suche nach einem würdigeren Leben.
In diesem Moment möchte ich meine Gedanken all jenen zuwenden, die tagtäglich Brücken schlagen, Begegnungen schaffen, Solidarität aufbauen. All jenen die tagtäglich unsere Umwelt und unsere Landschaft schützen und bewahren, um unsere Natur unseren Kindern intakt zu übergeben. Ihr seid das Salz der Erde, das Salz unseres Landes.
Und schließlich möchte ich noch unsere ladinischen Mitbürgerinnen und Mitbürger begrüßen: Liebe Ladinerinnen und Ladiner, ihr seid das älteste Volk der Alpen, eure Toleranz ist beispielhaft, ihr seid offen gegenüber den anderen und bereit, ihre Sprache zu lernen. Sich für das Zusammenleben einsetzen heißt eurem Beispiel zu folgen.
Noch einmal möchte ich mich bei euch allen bedanken, dass ihr mir dieses Amt anvertraut habt. Ich werde mein Möglichstes tun, um mich eures Vertrauens würdig zu erweisen.
Riccardo Dello Sbarba
Bozen, 18. Mai 2006 |