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Landtag

Landtag | 12.10.2017 | 17:04

„Autonomie verteidigen und erneuern“

Landtagsdelegation mit Präsident Bizzo in Aosta. Gespräch mit den Abgeordneten über Situation und Zukunft der Autonomien.

Andrea Rosset, Laurent Viérin und Roberto Bizzo (v.l.)ZoomansichtAndrea Rosset, Laurent Viérin und Roberto Bizzo (v.l.)

Eine Delegation des Südtiroler Landtags hält sich derzeit in Aosta zu einer Studienreise  auf, in deren Zentrum aktuelle Fragen der Autonomie stehen. Die Delegation, der auch die Präsidialsekretäre Maria Hochgruber Kuenzer und Helmuth Renzler angehören sowie die Vertreter der Fraktionen Sven Knoll, Alessandro Urzì und Sigmar Stocker, wurden heute am Sitz des Regionalrats von Präsident Andrea Rosset empfangen. Nach einer Einführung von Roberto Louvin, dem Vorsitzenden der paritätischen Kommission Zwischen Region und Staat, über die Reform des Statuts unterhielten sich die Südtiro0ler Abgeordneten mit ihren Aostaner Kollegen über die Situation und die Zukunft der Sonderautonomien. Dabei wurde einhellig festgehalten, dass die Sonderautonomien – in Zeiten, in denen vor allem ihre finanzielle Ausstattung unter Kritik steht, und vor dem Hintergrund der Autonomiewünsche von Normalregionen wie Lombardei und Venetien – vor allem ihre ursprüngliche Besonderheit im Augen behalten sollten, auch wenn sie sich erneuern.

Nach einem Austausch mit dem designierten Präsidenten von Aosta Laurent Viérin über die Reform der Autonomiestatute in den beiden Ländern betonte Bizzo: „Wichtig ist, dass das Prinzip des Einvernehmens gewahrt bleibt: Jede Änderung an den Statuten, die sich sicherlich den Zeiten anpassen müssen, muss vereinbart und nicht von Rom vorgeschrieben werden.“ Dies sahen auch Präsident Rosset und die Aostaner Abgeordneten so.

Gesprächsthemen waren ebenso die Schulsysteme in den beiden Ländern, mit den jeweiligen Schutzmaßnahmen für die Muttersprache, sowie, bei einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern, sie Maßnahmen zur Entwicklung der Berggebiete.


(AM)