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Südtiroler Volkspartei | 01.02.2018 | 11:22

Maria Hochgruber Kuenzer sagt Dankeschön

Mein Dank geht an die 10.009 Bäuerinnen und Bauern, die mir ihre Vorzugsstimme gegeben haben, aber auch an alle 17.000 Wählerinnen und Wähler, die sich an der Basiswahl des Südtiroler Bauernbundes beteiligt haben. Dankeschön an die Leitung des SBB, besonders an Obmann Leo Tiefenthaler und Direktor Siegfried Rinner und an die vielen Mithelfenden, die dafür gesorgt haben, dass diese Wahl transparent abgewickelt werden konnte. Dieses Wahlergebnis ist mir eine Ehre und noch viel mehr eine Verpflichtung, weiterhin für eine nachhaltige, moderne und traditionsbewusste, aber auch für eine innovative Landwirtschaft in den politischen Gremien einzutreten.

Maria Hochgruber KuenzerZoomansichtMaria Hochgruber Kuenzer

 Südtirols Bäuerinnen und Bauern sind Dienstleister der Südtiroler Gesellschaft. Ihr seid Lieferanten der Südtiroler Lebensqualität.

Die Landwirtschaft spielt sich rund um den Hof ab, auf dem die bäuerliche Familie wohnt. Es sind Bauern, Bäuerinnen, Alt- und Jungbauern sowie deren Kinder, die im Mittelpunkt einer Landwirtschaftspolitik stehen, die sich den Menschen zuwendet, wie ich sie vertrete und noch stärker vertreten möchte. Der Sinn eines jeden landwirtschaftlichen Betriebs ist es zuallererst, ein Einkommen zu schaffen, das die Existenz der bäuerlichen Familie absichert – wenigstens zum Teil. Dass die Existenzsicherung immer schwieriger wird, zeigt der wachsende Anteil an Nebenerwerbslandwirten, aber auch die kontinuierlich steigende Anzahl von aufgelassenen Hofstellen.

Jedes Mitglied einer bäuerlichen Familie hat unterschiedliche Herausforderungen zu stemmen und für jede Rolle am Hof gilt es, sie nach den aktuellen gesellschaftlichen Standards einzurichten:

  • Besonders die Altersvorsorge der Bauern und Bäuerinnen ist zu verbessern.
  • Bäuerinnen müssen autonom vom Hof besser abgesichert werden.
  • Die jungen Bäuerinnen und Bauern von morgen sollen nicht nur mit Freude, sondern vor allem mit Perspektiven ihrer Zukunft am Hof entgegenschauen.

Einnahmen schafft jeder Hof durch seine Produktion, unabhängig davon, ob es um Milch, Obst, Wein, Fleisch oder Gemüse geht. Bäuerinnen und Bauern

  • sorgen für die Nahrungssicherheit,
  • für die Qualität der Ernährung, die auch Südtirols Lebensqualität erhöht,
  • bedienen Konsumentenwünsche wie zurzeit etwa die Nahversorgung, der biologische Anbau und das Interesse an regionalen Produkten,
  • halten urbanistische und Umweltauflagen ein,
  • müssen mit Billigprodukten aus der industrielle Produktion konkurrieren
  • und sind zudem einem Preiskampf der weltweiten Trends ausgesetzt, unter gänzlich ungleichen Voraussetzungen.

Natürlich ist jeder Produzent und jede Produzentin klug, die eigene Klientel im Auge zu haben und zu liefern, was am Markt gefragt ist. Ich zolle den Südtiroler Bauern und Bäuerinnen großen Respekt. Ihnen gelingt es, ganz unterschiedliche Märkte und Konsumentenwünsche zu bedienen. Südtirols Landwirtschaftliche Produktion hat sich in beachtlichem Maße diversifiziert: von bio, zu innovativen, zu traditionellen bis hin zu seltenen, manchmal exotisch anmutenden Produkten und Vermarktungsstrategien gibt es heute eine fast schon unüberschaubare Palette aus dem landwirtschaftlichen Angebot. Unsere Bergerzeugnisse weisen eine durchschnittlich sehr hohe Qualität auf, um die uns Konsumenten und Konsumentinnen aus anderen Ländern beneiden.

Jeder Lebensmittelproduktion geht eine Bewirtschaftung von Wiesen und Feldern voraus. Kulturlandschaften prägen Südtirol. So sehr, dass sie längst die Kataloge zieren, mit denen die Touristiker unser Land bewerben:

  • Gepflegte Weiden, Almen und Wälder an den Berghängen
  • Blütenmeere in den Talböden
  • die Kulturlandschaften sind nicht nur landwirtschaftliche Gebrauchsareale
  • ihre Schönheit ist längst zu Südtirols Markenzeichen geworden.

Über die Landschaftspflege hinaus dient die Bodenbewirtschaftung auch dem Schutz der Natur. Sie beugt in Berggebieten der Erosion, Erdrutschungen und Überschwemmungen vor. Landwirte leisten Landschaftspflege – auch im wörtlichen Sinn.

Südtirols Bäuerinnen und Bauern sind Dienstleister der Südtiroler Gesellschaft und – kurz gesagt – Lieferanten für Südtiroler Lebensqualität. Von ihren Dienstleistungen profitieren Gäste und Einheimische in ihrer Freizeitgestaltung. Und die bäuerliche Welt trägt damit zum wirtschaftlichen Erfolg bei, der landauf landab in Südtirol aktuell gefeiert wird.

Doch diese Dienstleistungen müssen und sollen ihren Preis haben dürfen. Und das ist so bei manchen noch nicht angekommen: Immer wieder wird neidvoll auf Beiträge hingewiesen, welche die öffentliche Hand an die Landwirtschaft vergibt.

Mit Verlaub: Die Beiträge sind angesichts der wertvollen Dienstleistungen ein bescheidenes Honorar.
Südtirol braucht euch.

 

Vielen Dank für die Berichterstattung.

Mit freundlichen Grüßen

Maria Hochgruber Kuenzer

Bozen, den 1. Februar 2018


(SVP)