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SÜD-TIROLER FREIHEIT | 19.12.2017 | 11:55

Österreichische Staatsbürgerschaft für Süd-Tiroler und Nachfahren der Opfer des Nationalsozialismus zeugt von europäischer Verantwortung.

Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, begrüßt, dass mit der neuen Regierung in Österreich nicht nur den Süd-Tirolern, sondern auch den Nachkommen der Opfer des Nationalsozialismus die Möglichkeit eingeräumt werden soll, die österreichische Staatsbürgerschaft zurückzubekommen. Es zeugt dies von großer Verantwortung gegenüber der Geschichte und unterstreicht die friedensstiftende und europäische Ausrichtung der Doppelstaatsbürgerschaft.

L.-Abg. Sven KnollZoomansichtL.-Abg. Sven Knoll

Im §58c des österreichischen Staatsbürgerschaftsgesetzes war bisher bereits geregelt, dass Personen, die aus politischen Gründen (Opfer des Nationalsozialismus) die österreichische Staatsbürgerschaft verloren haben, diese zurückerhalten können, ohne die nunmehrige Staatsbürgerschaft aufgeben zu müssen und damit faktisch Doppelstaatsbürger werden. Diese Regelung galt jedoch nur für die betroffenen Personen, nicht aber für deren Nachfahren.

Dies soll nun abgeändert werden und zusammen mit den Süd-Tirolern die Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft ermöglicht werden.


Österreich setzt damit ein Zeichen der Versöhnung und europäischer Weitsicht, indem Nationalismen überwunden werden und Menschen grenzüberschreitend die Wahl ihrer Staatszugehörigkeit zugestanden wird, so Sven Knoll.


In einem großen ORF-Interview mit dem neuen Bundeskanzler Kern und dem Vize-Kanzler Strache wurde gestern die Bedeutung dieser Maßnahme unterstrichen und dabei betont, dass auch die Süd-Tiroler die österreichische Staatsbürgerschaft zurückbekommen sollen.


Anbei der Link zum ORF-Interview: https://www.youtube.com/watch?v=EmisSfC1hVI&feature=youtu.be


L.-Abg. Sven Knoll,
Süd-Tiroler Freiheit.


(STF)