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Südtiroler Volkspartei | 07.11.2017 | 18:19

Referat für Volksmusik bleibt im Bereich der Musikschulen - Wissenschaft und Praxis unter einem Dach

Uninteressant? Oder gar vergessen und abgehakt? Nach mehreren Landtagsanfragen wollte SVP-Landtagsabgeordneter Albert Wurzer wissen, wie es nun mit dem Volksmusikreferat stehe. Im Rahmen der aktuellen Fragestunde im Südtiroler Landtag versicherte ihm Kulturlandesrat Philipp Achammer, dass das Volksmusikreferat der Landesdirektion Deutscher und Ladinischer Musikschulen angesiedelt bleibe. Ein entsprechendes inhaltliches Konzept liege bereits vor. Die Ergänzung um den administrativen Teil erfolge im laufenden Umsetzungsprozess der Reorganisation des Bildungsressorts innerhalb 2018.

SVP-Landtagsabgeordneter Albert WurzerZoomansichtSVP-Landtagsabgeordneter Albert Wurzer

Landtagsabgeordneter Albert Wurzer verweist auf die große Bedeutung des Volksmusikreferates. Dieses sichere die wichtigste Grundlage der musikalischen, heimischen, überlieferten Volkskultur in den Bereichen Musik, Lied und Tanz. Es sei Anlaufstelle für Sänger/innen und Musikanten/innen, für fachverwandte Vereine und Verbände, für die Musikschulen und das Konservatorium. "Die Aufgabengebiete des Volksmusikreferates sind viele: Forschung und  Dokumentation, Archiv und Fachbibliothek, Volkstumspflege, Öffentlichkeitsarbeit, Sekretariat, sowie diverse Informations- und  Serviceaufgaben. Hier finden alle Kernbereiche zusammen", betont Wurzer und meint weiters: "Wichtig für uns als deutsche und ladinische Minderheit ist das Erbe unserer Volkskultur, welches wir über die Kriege und vor allem die schwierige Zwischenkriegszeit retten und überliefern konnten und unserer Jugend fachlich fundiert weitergeben sollten, zur Pflege der Tradition und auch deren Weiterentwicklung", sagt Wurzer. Er fordert deshalb schon seit längerem ein kluges und ausgereiftes Konzept, welches die Bedeutung des Referates für Volksmusik unterstreicht und seine Zukunft garantiert.
"Ich will wissen, welchen Platz das Referat für Volksmusik im deutschen und ladinischen Kulturbetrieb einnehmen wird. Wie wird das künftige Organigramm aussehen? Wie werden fortan Forschung, Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit betrieben? Wie wird das äußerst wertvolle Archiv betreut werden? Leider schien mir bis dato die Zukunft dieses bedeutenden Referates als sehr unsicher. Umso erfreulicher, wenn ich jetzt höre, dass an einem konkreten Konzept gearbeitet wird", sagt Wurzer. Durch den Verbleib des Volksmusikreferates im Bereich der Deutschen und Ladinischen Kultur entstehe ein immenses Potential an Möglichkeiten, weiterhin musikalische Volkskultur zu erschließen, zu dokumentieren, bereitzustellen und zu vermitteln. Dies ist die Meinung des Kulturlandesrates Philipp Achammer und Wurzer schließt sich ihr gerne an. Die Zuordnung des Referates Volksmusik in die Landesdirektion Deutsche und ladinische Musikschule soll in der Durchführungsverordnung zur Umsetzung der Reorganisation des Bildungsressorts mit Anfang 2018 wirksam werden.


(SVP)