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Südtiroler Volkspartei | 06.11.2017 | 11:42

Wer sich zu wichtig für kleine Arbeiten hält, ist oft zu klein für wichtige Arbeiten

SVP-Landtagsabgeordneter Helmuth Renzler verurteilt die Aussagen von Senator Karl Zeller aufs Schärfste, welche er in Zusammenhang mit seinem Änderungsantrag im Senat zu den Politikerrenten getätigt hat. Jede Arbeit ist gleich wertvoll, unabhängig von der jeweiligen Entlohnung.

SVP-Landtagsabgeordneter Helmuth RenzlerZoomansichtSVP-Landtagsabgeordneter Helmuth Renzler

Laut Senator Karl Zeller sollen Parlamentarier und Senatoren, sowie Regionalratsabgeordnete des Trentino-Südtirol in Zukunft schon mit einem Lebensalter von 63 Jahren ihre Leibrenten beziehen können.

„Es geht mir weniger um sein Vorhaben, welches ich jedoch nicht annähernd nachvollziehen kann, sondern um seine vorgebrachten Begründungen für diesen Änderungsantrag. Es ist wohl lächerlich und realitätsfremd wenn man allen Ernstes behauptet, dass politische Tätigkeiten anstrengender, verantwortungsvoller und zeitaufwendiger sind, als die Arbeit eines Arbeiters, einer Hausfrau oder eines Beamten usw. Als ArbeitnehmerInnen-Vertreter verurteile ich solche Aussagen aufs Schärfte. Ich schätze Herrn Senator Karl Zeller für seine politische Tätigkeit sehr. Doch in dieser Sache liegt er eindeutig falsch“, stellt Helmuth Renzler fest.

Seit Beginn der derzeitigen Legislaturperiode des Südtiroler Landtages, seit November 2013 gilt für alle erstmals gewählten Abgeordneten schon heute ein Lebensalter von 67 Jahren und 7 Monaten bis zu ihrer Pensionierung.

„Ich frage mich ernsthaft, warum es nun deshalb genau jetzt für die alten Abgeordneten eine Ausnahmebestimmung braucht? Warum sollen sie bereits mit 63 Jahren in Pension gehen können? Warum sollen für sie andere Bestimmungen als für die „neuen“ Abgeordneten und die Allgemeinheit der Bevölkerung gelten?“, unterstreicht Helmuth Renzler.


(SVP)