Hauptinhalt

Alle News

SÜD-TIROLER FREIHEIT | 21.06.2019 | 08:50

Zweisprachigkeit: Deutsche Sprache nicht länger diskriminieren.

Das Recht auf Gebrauch der deutschen Sprache verkommt in Süd-Tirol immer mehr zur Farce. Anstatt dieses hart erkämpfte Recht zu verteidigen, erläßt die Landesregierung unter dem Vorwand des Fachkräftemangels Ausnahmeregelungen, um - unter Umgehung von Proporz- und Zweisprachigkeitsbestimmungen - rein italienischsprachges Personal anzustellen. Die deutschsprachige Mehrheitsbevölkerung in Süd-Tirol wird damit systematisch diskriminiert und die italienische Sprache in der Verwaltung als Hauptsprache etabliert.

Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit.ZoomansichtSven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit.

Diese Entwicklung ist brandgefährlich, da sich das Argument des vermeintlichen Fachkräftemangels auf alle Lebensbereiche ausdehene läßt. Von den Ärzten, über Pflegekräfte, Polizisten, Postbeamte, bis hin zu Busfahrern läßt sich praktisch überall argumentieren, dass auf die deutsche Sprache verzichtet werden muss, wenn diese Dienstleistungen zukünftig noch angeboten werden sollen. Die gesamte interne Kommunikation der öffentlichen Verwaltung erfolgt heute schon immer öfter nur mehr in italienischer Sprache, da dort Mitarbeiter angestellt sind, die nicht Deutsch sprechen. Von der Gleichstellung der deutschen Sprache bleibt dann irgendwann nichts mehr übrig.

Es ist nicht die Aufgabe der Landesregierung Ausnahmeregelungen zu treffen, um italienisches Personal anstellen zu können, sondern dafür Sorge zu tragen, dass deutschsprachiges Personal angestellt wird, so der Landtagsabgeordnete Sven Knoll.

Gerade im Gesundheitswesen sind die Ausnahmeregelungen besonders bedenklich. Wenn der Arzt die Sprache des Patienten nicht mehr versteht, leidet darunter die Qualität der medizinischen Versorgung. Darüber hinaus herrscht auch in Italien ein Ärztemangel. Es sind also nicht die Spitzenärzte aus Italien, die nur darauf warten nach Süd-Tirol zu kommen, sondern oftmals „Problemärzte“.

Süd-Tirol muss sich endlich vom italienischen Gesundheitswesen abkoppeln und einen eigenen Wege gehen. Sowohl die Ausbildunsstandards als auch die Rahmenbedingungen der Gesundheitsversorgung sind in Süd-Tirol völlig andere als in Italien. Damit Jungärzte nach ihrem Studium zurückkehren, müssen die in Österreich erworbenen Studientitel in Süd-Tirol automatisch und ohne Anerkennungsverfahren Gültigkeit haben. Darüber hinaus muss für Süd-Tirol die deutsche Sprache verpflichtend vorgeschrieben werden, damit die Diskriminierung der deutschsprachigen Mehrheitsbevölkerung endlich beendet wird.

L.-Abg. Sven Knoll,
Süd-Tiroler Freiheit.


(STF)